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Michaelizeit

IN HERBER KLARHEIT LEUCHTEN NUN DIE TAGE,
DER SOMMER HAT SEIN LÄCHELN AUSGEGEBEN,
UND WÄHREND GOLDGEREIFTE BLÄTTER SCHWEBEN,
WIRD DAS GEWOHNTE PLÖTZLICH DIR ZUR FRAGE,
RÜCKT DAS VERTRAUTE IN EIN NEUES LICHT –
ALS GÄBE WER AUF UNSICHTBARER WAAGE
DEN DINGEN JETZT IHR WIRKLICHES GEWICHT.
(Erika Beltle)

 

Ein goldener Herbsttag war es Ende September, als wir alle in unserem schönen großen Garten in der Badstraße zusammenkamen, um das MICHAELSFEST zu feiern.

Es galt, viele verschiedene MUTPROBEN zu bestehen. Da gab es einen schwarzen Raum, ganz ohne Tageslicht. Man konnte nichts sehen, dafür aber ganz feine Töne hören und zarte Berührungen durch Federn, Schnüre oder Wollbällchen spüren. Manche genossen diese Sinneswahrnehmungen; andere hatten Respekt und kamen gerne wieder heraus ans Sonnenlicht.

Mutig musste man auch sein, um auf einer Slackline im Wald zu balancieren, beim Bogenschießen, um in eine undefinierbare, klebrige, bunte Masse zu greifen und noch vieles mehr.

Nach bestandener Aufgabe bekam man einen weißen Kieselstein, der auf einen Tisch mit einem schwarzen Tuch gelegt wurde.

Am Ende des Nachmittags war dann von dem schwarzen Tuch nichts mehr zu sehen – es war weiß geworden durch viele mutige Leute!

Und zum krönenden Abschluss wurde der selbstgebaute DRACHE den Flammen übergeben.